Baumpflanzaktion im Wald zwischen Wischenhofen und Brunn

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Das Thema Nachhaltigkeit hatte die Klasse 8 im PCB-Unterricht schon am Anfang des Schuljahrs beschäftigt. Während hier die Theorie im Vordergrund stand, ging es nun um das praktische Tun – die Schüler pflanzten 100 Tannenbäume in den Staatswald.

Die Förster, Herr Gansert und Herr Seitz, sowie der Forstpraktikant Forster nahmen sich viel Zeit, um zu erklären, wie Waldarbeiter Bäume pflanzen, warum überhaupt Menschen im Wald Bäume anpflanzen müssen und welcher Baum für welchen Boden geeignet ist. Außerdem wurden die Kenntnisse aus der Grundschule (Walderlebnistag) aufgefrischt und nun kann wieder jeder die Tanne sicher von der Fichte unterscheiden. Neu war für die Schüler, dass die Tanne eine Pfahlwurzel besitzt und sich daher bestens für den feuchten, wasserhaltigen Boden eignet. Dass die Tanne außerdem weniger anfällig für den Windbruch ist, war jedem schnell einsichtig.Sie wird auch als Schattenbaum bezeichnet, da sie im Schatten gut wachsen kann.

Nach diesem noch eher theoretischen Anfang, zeigte Herr Gansert, wie man richtig mit der Rodener Haue umgeht, die noch beser als Spaten, Hohlspaten oder Wiedehopfpickel für das Graben der Löcher geeignet ist. Zuerst wurde ein Geviert von 100 auf 100 Meter mit Fluchtstangen im Abstand von 2,5 m abgesteckt. Im Abstand von jeweils 2,50 m wurden dann die ca. 15 cm hohen Tannenbäume eingepflanzt. Schließlich standen acht Bäumchen in einer Reihe. Beim Einpflanzen musste man darauf achten, dass die Wurzeln nicht umgeknickt wurden und kein Hohlraum unter der Wurzel zurückblieb. Nach einer kurzen Kontrolle, ob der Stamm auch senkrecht stand, wurde die Erde vorsichtig wieder angedrückt. Wenn der Jungbaum beim leichten Anzupfen in der Erde blieb, hatte man seine Arbeit gut gemacht. Damit der junge Baum nicht von Rehen angebissen werden kann, wurde ein Bissschutz um die oberste Knospe gelegt – auf die Entfernung sahen die kleinen Tannenbäume nun wie Blumen aus!

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Viel Wissenswertes war dann nach der wohl verdienten Brotzeit zu hören: Die kleinen Tannenbäume stammen aus einer Baumschule und sind schon relativ alt für ihre Größe: in etwa vier Jahre. Sie kosten ca. 1 €. Aber wie kommen denn eigentlich die Menschen an die Tannensamen? Dass man die Tannenzapfen nicht einfach aufheben kann, ist ja klar; Tannenzapfen zerfleddern am Baum und fallen im Gegensatz zu Fichtenzapfen nicht als Ganzes ab. Deshalb muss ein sogenannter „Zapfenpflücker“ mit Steigeisen auf den Baum klettern, um die noch unreifen Zapfen zu ernten. Diese werden dann getrocknet und ausgesäät. Nach fast vier Jahren ist der Tannenbaum dann erst ca. 20 cm groß. Wie schnell er wächst, hängt davon ab, wie viel Licht er bekommt und ob er gedüngt wird. Als kleines Dankeschön bekamen die Schüler eine Mini-Tanne für den Schulgarten geschenkt. Auch dieser Baum wird dazu beitragen,  Kohlenstoffdioxid aus der Luft zu filtern.

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