Cybercop informiert über Gefahren im Internet

dsci1038_20141021_163139289Bei einem eineinhalbstündigen Vortrag informierte der Polizeihauptkommissar Alexander Landgraf die Schüler der Mittelschule über Gefahren und Kriminalität im Internet. Eines der Hauptthemen war, wie leicht man als Jugendlicher Straftaten begeht, wenn man unüberlegt in Chats andere beleidigt, Gerüchte verbreitet oder Fotos ohne ausdrückliche Zustimmung des Fotografierten hochlädt. Diese Sachverhalte werden auf Anzeige nicht nur bei Posts auf Facebook von der Polizei verfolgt, sondern ebenso, wenn diese Straftaten mit dem Handy ausgeführt werden. Die Konsequenzen sind für den Jugendlichen, der ja ab 14 strafmündig ist, schwerwiegend: das Handy wird konfisziert und oft auch einbehalten, eine Gerichtsverhandlung droht ebenso wie privatrechtliche Schmerzensgeldforderungen. Sicherlich hat diese Folgen fast keiner bedacht, wenn er einfach mal schnell mit einem „Idiot“ oder „blöde Tussi“ einen Beitrag kommentiert.

Eine ganz andere strafrechtliche und finanzielle Dimension wird erreicht, wenn Musikdateien oder Filme ins Internet gestellt werden. Das Copyright ist mit vielen Fallstricken versehen, man sollte deshalb nur Filme oder Musikdateien, die man selbst getextet, komponiert und gefilmt hat, hochladen. Doch auch das Downloaden von Musikdateien oder Filmen ist verboten. Manche Anwälte durchforsten täglich das Internet nach so genannten Urheberrechtsverstößen und die Abmahnungen sind oft sehr hoch. Auch das Streamen von Filmen oder Musik kann rechtlich problematisch werden, wenn kurzzeitig Kopien auf dem PC abgelegt werden. Das passiert leider manchmal, ohne dass es der Nutzer merkt.

dsci1039_20141021_163141379Sowohl beim Surfen, Streamen oder dem Anklicken von Anzeigen kann man sich einen Virus oder Trojaner einfangen. Diese Viren oder Trojaner sind kleine Programme, die es anderen Leuten ermöglichen, den Computer oder das Handy auszuspionieren, in deinem Namen auf Facebook zu gehen oder online einzukaufen. Besonders tückisch sind Programme, die die Webcam einschalten oder das Mikrophon aktivieren. So wirst man ausgespäht oder abgehört. Diese Gefahren sind beim Handy besonders groß.

Deshalb einige Tipps: Erst denken, dann klicken, Webcams abkleben, keine Apps von Dritten herunterladen und daran denken, dass auch Google Play nicht ganz sicher ist. Deshalb sollte man vorher Kommentare durchlesen. Einige ganze Fülle von Verhaltenstipps gibt es unter anderem bei www.Klicksafe.de.

Ein wichtiger Tipp zu Facebook, auch wenn es jetzt nicht mehr das Lieblingsmedium ist: Unbedingt die Sicherheitseinstellungen überprüfen und dafür sorgen, dass Fotos nur von „Freunden“ und nicht von „Freunden von Freunden“ gesehen werden können. Für Schüler der Abschlussklassen ist zu bedenken, dass viele Arbeitgeber Facebook durchsuchen und eventuell Bewerber aussortieren.

Damit beim Surfen nicht unbeabsichtigt Schadprogramme eingefangen werden, sollte man ein Benutzerkonto extra für`s Surfen einrichten. Dann kann der Trojaner nicht so leicht Schaden anrichten.

Dass dieser Vortrag einiges Nachdenken bei den Schülern ausgelöst hat, ergab die Nachbereitung durch die Jugendsozialarbeit, die auch den Kontakt zur Polizei geknüpft und die Medienwoche organisiert hat.

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