Geflügelter Nachwuchs für die J.-B.-Laßleben-Schule

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Einen Nachwuchs der besonderen Art erwartet die J.-B.-Laßleben-Schule Kallmünz, nachdem im Rahmen des Projektes „Unsere Vögel“ über 120 Eier in einem Brutapparat bebrütet werden. Geduldig erklärten die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Kallmünz den Schülern der zweiten und der siebten Klasse, wie ein Brutapparat funktioniert. „Dieser Brutapparat ist der Stellvertreter für die Vogelmama, die Henne, die im Nest die Eier wärmt. Dabei ist wichtig, dass die Eier nicht zu kalt und nicht zu warm werden“, erfuhren die Schüler von Herrn Alfons Gaßner. Ca. 37,8 Grad Temperatur und eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass sich die Küken in den Eiern gut entwickeln können. Sorgsam legte Herr Ottmar Rothballer die Eier in die so genannte „Horde“. Diese Horde ist ein Rahmen mit runden, drehbar gelagerten Stangen. Im Brutapparat werden diese Rahmen alle zwei Stunden ein paar Zentimeter verschoben. Dadurch drehen sich die Stangen und mit ihnen die Eier. „Das muss so sein, damit die Keime nicht verkleben und sich die Küken gesund entwickeln können“, erklärte Herr Rothballer den aufmerksam lauschenden Zuhörern. „In der Natur wendet natürlich die Henne die Eier mit dem Schnabel“, ergänzte Herr Gassner. Bereits nach einer Woche kann man feststellen, in welchen Eiern Küken wachsen. „Wenn man die Eier durchleuchtet, kann man nämlich den Keim, also das wachsende Küken, entdecken“, erklärte Her Karl Gaßner. Nach 20 bzw. 21 Tagen werden dann die Küken schlüpfen, „ausfallen“ ist der Fachausdruck, den die Geflügelzüchter dafür benutzen. Mit großer Spannung werden nun die Küken folgender Hühnerrassen erwartet: New-Hampshire-Hühner, Zwerg-Wyandotten, Zwerg-Barnefelder und federfüßige Zwerghühner. Die Zwerghühner legen nicht nur kleinere Eier als die großen Hühnerrassen, sondern sind auch als ausgewachsene Vögel nur halb so groß wie die größte Hühnerrasse in Deutschland, die New-Hampshire-Hühner. Am 6. März kamen Herr Alfons und Herr Karl Gassner erneut in die Schule. Mit im Gepäck hatten sie eine selbstgebastelte Lampe, mit der die Eier „durchleuchtet“ wurden. Im Licht kann man den dunklen Keim und die Adern im Ei sehen. Nur wenige Eier waren nicht befruchtet. Diese wurden aussortiert. Wusstet ihr übrigens, dass der Brutkasten die Temperatur am Tag einmal auf 35 Grad absenkt? Dann bekommen die Keime durch die über 7000 Poren der Eierschale besonders viel Sauerstoff. In der Natur ist das genauso: Wenn die Henne vom Nest aufsteht, um Futter zusuchen, werden die Eier auch kühler.

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